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Allgäuer Anzeigeblatt vom 26.09.2000
Bedenken gegen weiteren Steinbruch                                                       zurück

Sonthofen (moe). Heiß diskutiert wurde im Rahmen einer Veranstaltung des Bund Naturschutz in Sonthofen die Frage über die Weiterführung des Steinbruchbetriebes in Burgberg. Von Seiten der Anwohner bestehen massive Bedenken gegen das geplante Projekt. Die Burgberger müssen derzeit damit rechnen, dass der Steinbruchbetrieb am Grünten weitergeführt wird und somit auch wieder Sprengungen vorgenommen werden. Diese Tatsache erregte, wie sich in der Diskussion mit der Bund Natruschutz-Ortsgruppe Sonthofen herausstellte, besonderen Unmut. So erklärte eine Bürgerin, dass ihr Haus in Burgberg aufgrund der Sprengarbeiten starke Risse bekomme. Zur Flussverbauung Begründet wird der Betrieb des Steinbruches mit dem Abbau von Steinen, die zur Flußverbauung verwendet werden und somit zum Hochwasserschutz beitragen. Die aktuellen Flutkatastrophen in der Region würden Maßnahmen dieser Art aufs Dringlichste erfordern. Die Steine allerdings, die am Grünten nahe Burgberg gewonnen werden, zeichnen sich durch ihre besondere Härte aus, so Alfred Fendt vom Bund Naturschutz. In diesem Gebiet kommen sogenannte Glaukonit-sandsteine, eine seltene Gesteinsart, vor. Für die Hochwasserverbauungen werden, wie Fendt erläutert, jene Steine jedoch nicht verwendet. Für viele Burgberger liegt deshalb der Schluss nahe, dass die Steine auch von ausserhalb ins Oberallgäu gebracht werden können und nicht an einer ungünstigen Stelle wie wenige Kilometer nördlich von Sonthofen abgebaut werden müssen. Gestein von anderswo müsse, so ein Diskussionsteilnehmer, aber mit Lastwagen in die Region transportiert werden, was wiederum ein erhöhtes Verkehrsaufkommen und eine größere Lärmbelastung bedeute. Zwischen Abbau- und Verbrauchsort müsse folglich eine möglichst geringe Distanz liegen, lautete die Forderung. Die meisten Burgberger sehen ein, dass die Steine zum Schutz vor dem Hochwasser benötigt werden, dass dafür jedoch der eigene Heimatort in Mitleidenschaft gezogen werden soll, stößt auf Unverständnis. Dürfen unsere Häuser zum Schutz anderer Menschen beschädigt werden? - Mit diesen Worten brachte eine der Diskutierenden die Stimmung im Ort auf den Punkt. Lediglich ein Vorwand? Weiter keimte der Verdacht auf, die Firma, die sich am Steinbruch zu schaffen macht, nutze den Hochwasserschutz lediglich als Vorwand, um den Abbau zu rechtfertigen und Verständnis bei den verärgerten Bürgern wecken zu können. Neben der Zerstörung von Bauwerken sehen die Burgberger den Steinbruch auch als ästhetisches Problem an, das wie eine Wunde in der Landschaft klafft und verschandelnd wirkt. Der Bund Naturschutz gibt zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Stellungnahme zur Steinbruchthematik ab, ließ Fendt

 

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