Bürgerinitiative gegen den
Burgberger Steinbruch e.V.

 Home  Aktuelles  Bilder  Beitrittsformular  Ansprechpartner  Presseartikel  Satzung
eM @il an die Bürgerinitiative gegen den Burgberger Steinbruch e.V.
Beitrittsformular
Beitrittsformular
Relief

 

    Der Steinbruch bei Burgberg im Relief: So stellen sich die Allgäuer Bitumen-Mischwerke (ABM) Dietmannsried die weitere Ausbeute vor, wobei der Gesteins-Abbau auf der nördlichen Seite (links) und der südlichen Seite (rechts) als Kompromiss-Idee reduziert wurde. In der Bürgerversammlung legte Bürgermeister Dieter Fischer den Vergleichsvorschlag vor. Der Widerstand dagegen bleibt aber heftig                              .         Foto: privat

     

Kompromiss beim Steinbruch?

    Kontroverses Thema beherrscht Bürgerversammlung - Bürgerinitiative bleibt hart

        Von Peter Schwarz

 

          Burgberg

Auf einen weiteren Gesteins-Abbau am Steinbruch bei Burgberg wollen die Allgäuer Bitumen-Mischwerke (ABM) Dietmannsried keinesfalls verzichten. Das Unternehmen bietet aber einen Kompromiss an. Wie Bürgermeister Dieter Fischer in der Bürgerversammlung mitteilte, will es ABM bei einer Abbau-Menge von rund 270000 Kubikmeter bewenden lassen. Indes wappnet sich eine Bürgerinitiative für den Prozessweg. Ihr Sprecher Hans-Peter Miesbach glaubt, dass allein der  Flächennutzungsplan den missbilligten Verlangen den Riegel vorschiebt

Die 230 Einwohner, die sich in der Grüntenhalle drängten, mussten viel Sitzfleisch beweisen,, bevor der Rathaus-Chef nach einem langen Monolog über die Leistungen der Gemeinde auf das strittige Thema einging. Erst bei der jüngsten Ratsstzung war vor viel Publikum der Weg für einen Bürgerentscheid in dieser Frage gebahnt worden (wir berichteten).Kontroverse Diskussionen gibt es seit 1999 um den Antrag von ABM. Die Kommune konterte mit einer Veränderungssperre für das Gebiet. Es gab eine Demonstration von Bürgern. Gutachten wurden hin und her erstellt.Drohungen mit einem Gerichtsstreit sind momentan der Stand der Dinge. Bürgermeister Fischer befürchtet, dass sich die Bürgerschaft vollends entzweien könnte. Er weiß um den verbissenen Widerstand vieler Menschen gegen einen weiteren Abbau von Glauko-Quarzit und anderen Gesteinen etwa für Flussverbauungen und Mauerbauten.

Am liebsten wäre es der Gemeinde, sie könnte den seit Jahrzehnten ausgebeuteten Grünten-Hang touristisch nutzen. Umso mehr ist Fischer enttäuscht, dass offensichtlich die Genehmigungsbehörde die Beeinträchtigung des Landschaftsbildes und Probleme der Wasserversorgung als nicht so gewichtig einstuft wie die Gemeinde. Fischer zu den Burgbergern: ,,Das Landratsamt sagt, der Antrag ist grundsätzlich genehmigungsfähig."

Nicht in ein Abenteuer stürzen

Wird dem Betrieb die Abbau-Genehmigung versagt, könnten haftungsrechtliche Probleme und hohe Entschädigungsforderungen auf die Gemeinde zukommen, muss man im Rathaus ins Kalkül ziehen. Ein beauftragter Jurist des Gemeindeverbands klärt die Risiken ab, damit man sich nicht in ein Abenteuer stürze, betonte der Bürgermeister, der auch den neuesten Kompromissvorschlag des Bitumen-Werks darstellte. Danach sollen 140000 Kubikmeter auf der Nordseite des Hangs und weitere 128000 auf der Südseite des Steinbruchs weggemeißelt werden. ,,Wir haben dabei die Ergebnisse eines Sprenggutachtens eingearbeitet", erklärte gestern ABM-Geschäftsführer Werner Breitenauer auf Anfrage. Durch eine veränderte Abbauweise höher in den Hang hinein sollen Erschütterungen von Häusern in den Siedlungen vermieden werden. Breitenauer teilte aber auch mit, dass man trotz des enormen Widerstands der Burgberger die Abbaugenehmigung notfalls erstreiten wolle. Als Pächter des Steinbruchs sieht er die Grundstückseigentümer auf seiner Seite.

Nur ein Redner meldete sich in der Zusammenkunft zu Wort, der Sprecher der eigens gegründeten Bürgerinitiative. Hans-Peter Miesbeck ist davon überzeugt, dass allein schon der Flächennutzungsplan mit seinem Schutzvermerk zu den Bodendenkmälern in diesem Areal das richtige Instrument darstellt, um eine weitere Ausbeutung zu verhindern. Es dürfe dort keine Bautätigkeit stattfinden. Die Bürgerinitiative hat wenig Vertrauen in den Rechtsvertreter der Gemeinde und empfahl ihren eigenen Juristen als Koryphäe. Auf jeden Fall verlangt die Interessengemeinschaft eine Einbindung in weitere Gegenmaßnahmen. Dem will Bürgermeister Fischer nachkommen.

 

zurück

[Home] [Aktuelles] [Bilder] [Beitrittsformular] [Ansprechpartner] [Presseartikel] [Satzung]
eM @il an die Bürgerinitiative gegen den Burgberger Steinbruch e.V.