Bürgerinitiative gegen den
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Kaiser: Behörde nimmt Bedenken ernst
Landrat spricht bei Burgberger Steinbruch-Demo : ,,Wir können nur nach Recht und Gesetz entscheiden
                                                                                            
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Burgberg (ho) 2.03.2001

Obwohl der Werktagnachmittag die meisten Berufstätigen noch an den Arbeitsplatz band brachte die ,,Bürgerinitiative gegen den Steinbruch" zum Burgberg-Besuch von Kreischef Gebhard Kaiser eine stattliche Schar von Bewohnern auf die Beine. Mit etlichen selbst gemalten Plakaten (,,Steinbruch - Nein danke!")  und Transparenten (,,Wir appellieren an Ihre Vernunft, Herr Landrat")  verdeutlichten die Akteure dieser ersten Demonstration in der Dorfgeschichte ihren Protest.

Die erst wenige Tage alte Bürgerininative hatte zu einer friedlichen Demo aufgerufen, die dem Landrat - er kam zu einer Sitzung, in der zu dem Thema Gutachter gehört wurden - deutlich machen sollte, dass viele Burgberger gegen einen Steinbruch ,,An der Schanz" sind, so Vorsitzender Hans-Peter Miesbeck.  Zumal die ,,Allgäuer Bitumen Mischwerke" (ABM) seit 1978 bereits 400000 Kubikmeter Grünten-Gestein abgebaut hätten.
Der weitere Betrieb müsse ,,zum Wohle der Gemeinde und der Mehrheit seiner Bürger" verhindert werden, forderte Miesbeck.
Die Initiative wolle die Gemeinde aber auch bei der Entwicklung eines Konzepts zur Nutzung des alten Steinbruchs - er könnte als Steine-Reservoirs dienen - unterstützen.
Um zu verhindern, ,,dass Burgberg zum Schandfleck des Oberallgäus degradiert wird", so Dr. Dr. Bertram Thuma, wolle die Bürgerinitiative auch dem Gemeinderat, der mit 15:1 gegen die neuen Steinbruch-Pläne votiert habe, den Rücken stärken. Der Zweite Vorsitzende zu den Kommunalpolitikern: ,,Das war eine gute Entscheidung, bleibts dabei".
Landrat Gebhard Kaiser, um eine Stellungnahme gebeten, erklärte, es sei durchaus bekannt, dass. die Abbau-Firma bei ihren bisherigen  Sprengungen ,,nicht immer so gearbeitet hat, wie sie´s den Auflagen nach hätte tun müssen". Doch die immer wieder zitierte Zusage, nach Ende 1999 werde es keinen Abbau mehr am Grünten geben, stamme nicht vom Landratsamt als Genehmigungsbehörde, sondern sei wohl eine Aussage des Unternehmens selbst, so Kaiser.
ABM habe beim Landratsamt Mitte März 1999 einen weiteren Abbau-Antrag gestellt, der im September - normalerweise dauere die Entscheidung der Behörde in solchen Fällen nur
ein Vierteljahr - wegen vielfältiger Einwände zurückgewiesen worden sei,  berichtete er. Im Janaur 2000 folgte eine vom Volumen her reduzierte Genehmigungs-Bitte, die jedoch nicht ,,verbeschieden" wurde, ,,weil viele Fragen offen geblieben sind". Und zur Zeit arbeite ABM an einer geänderten Planung.
Er sei ,,auch nicht besonders begeistert, dass nicht gleich ein vernünftiger Antrag gestellt worden ist", versicherte Kaiser den Demonstranten. ,,Aber wir leben in einem Rechtsstaat, in dem das Unternehmen ein Recht darauf hat; dass es fair behandelt wird, wenn es die gesetzlichen Auflagen erfüllt. Der Behördenleiter über den Auftrag des Landratamts: ,,Wir können nur nach Recht
und Gesetz entscheiden - nicht aus dem Hosensack raus oder aus Symphatie". Bei der Entscheidungsfindung würden aber alle Bedenken und Einwände außerordentlich ernst genommen, geprüft, abgewogen und eingebaut, erläuterte der Landrat. Und er sicherte zu, dass Bürgerschaft und Kommune zuvor in einer öffentlichen Anhörung ihre Meinungen kundtun können.

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