Bürgerinitiative gegen den
Burgberger Steinbruch e.V.

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An
Bund Naturschutz in Bayern e.V.
Landesgeschäftsstelle
Herrn Helmut Steininger
Dr. – Johann – Maier – Str. 4

93049 Regensburg

 

Bund Naturschutz in Bayern e.V.
Landesfachgeschäftsstelle Nürnberg
Landesbeauftragter
Herr Prof. Dr. Hubert Weiger
Bauernfeindstr. 23

90471 Nürnberg

 

 

Ihr Zeichen,Unser Zeichen                                Name                                     Telefon                                                                   Ort, Datum S-BdNs-3 / mk                                 H.-P. Miesbeck            08321/84883                     Burgberg, den 10.11.2001

 

 

Unglaubwürdigkeit des „Bund Naturschutz in Bayern e.V.“ im Zusammenhang mit
der geplanten Errichtung eines neuen Steinbruches in Burgberg an der Schanz

 

Sehr geehrter Herr Steininger,

sehr geehrter Herr Professor Weiger,


in unserem Heimatort Burgberg wurde viele Jahre ein großer Steinbruch direkt am Ortseingang betrieben, der glücklicherweise nach Ablauf der Abbaugenehmigung am 31.12.1999 eingestellt werden musste.
Im Jahre 1995 war der damals protestierenden Bevölkerung und auch der Betreiberfirma gegenüber erklärt worden, dass die Genehmigung für den Gesteinsabbau bis Ende 1999 nur deshalb „letztmalig“ ausgesprochen werde, weil die Abbaugrenzen und das vorgesehene Abbauvolumen von ca. 400.000 m³ noch nicht erreicht seien. Eine weitere Abbaugenehmigung würde jedoch nicht mehr erteilt, weil in diesem schützenswerten Gebiet kein weiterer Gesteinsabbau mehr stattfinden darf.

Ungeachtet dessen hat die Betreiberfirma ABM im August 2000 wieder einen Antrag zum Betrieb eines neuen Steinbruches im gleichen Gebiet in Burgberg „An der Schanz“, mit einem Abbauvolumen von ca. 300.000 m³, beim Landratsamt Oberallgäu eingereicht.

Durch diesen erneuten Steinbruch würde die einzigartige Natur am Weinberg unwiederbringlich zerstört und eine nicht wiedergutzumachende Wunde in die Landschaft am Fuße des Grüntens geschlagen.

Aus Sorge um unsere Heimat, unsere Landschaft und unsere Natur haben wir im Februar 2001 den Verein „Bürgerinitiative gegen den Burgberger Steinbruch e.V.“ gegründet, mit dem Ziel, dieses unsägliche Vorhaben zu verhindern.

Viele denen der Schutz unserer Natur und Landschaft am Herzen liegt, sind von dem geplanten Vorhaben zutiefst betroffen.

Nicht jedoch der „Bund Naturschutz in Bayern“ (Ortsgruppe Sonthofen), denn dessen Ortsvorsitzender Herr Dipl. Ing.(FH) Michael Borth hat sich sogar noch dazu hergegeben dieses Vorhaben zu unterstützen und den landschaftspflegerischen Begleitplan zur Rekultivierung und Renaturierung des Steinbruches zu erstellen.

Es ist skandalös, wenn ein Ortsvorsitzender des „Bund Naturschutz“ ein derartiges
Vorhaben unterstützt und sich von der Betreiberfirma „einkaufen“ lässt.

Vom Antragsteller des Vorhabens und auch dem Landratsamt Oberallgäu als Genehmigungsbehörde wurde deshalb bereits angedeutet, dass auch der „Bund Naturschutz“ für den neuen Steinbruch in Burgberg ist, da sogar dessen Ortsvorsitzender Herr Borth das Vorhaben als beauftragter Fachplaner fördert und unterstützt.

Es kann Ihnen nicht gleichgültig sein, wenn das Image des „Bund Naturschutz in Bayern“ Schaden nimmt, weil ein Ortsvorsitzender seine Stellung im „Bund Naturschutz“ zur Förderung privater Geschäftsinteressen ausnutzt. Ich erwarte deshalb, dass Sie die erforderlichen   Schritte unternehmen, um die prekäre Situation zu bereinigen und eine klare Stellungnahme gegen das geplante Vorhaben Steinbruch Burgberg in der örtlichen Presse abgeben.

Da unsere Ziele ebenfalls der Schutz von Natur und Landschaft sind und wir dem „Bund Naturschutz in Bayern“ keinen Schaden zufügen wollen, haben wir bislang von einer Veröffentlichung des Vorganges Abstand genommen.

Über unsere Homepage  www.burgberg-steinbruch.de  können Sie sich ein Bild von den Auswirkungen und Schäden des Steinbruches für die Natur und Landschaft machen.

Ich Bitte um Ihre Stellungnahme sowie um Mitteilung der von Ihnen eingeleiteten Schritte zur Bereinigung der Situation.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

     H.-P. Miesbeck

    (1. Vorsitzender)

 

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